Pilze lieber lose kaufen

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(mko) Koch-Fans bringen jetzt Steinpilzrisotto oder Semmelknödel mit Pfifferlinge auf den Tisch,aber manche Pfifferlinge sind keinen Pfifferling wert. Bei den Pilzen hängt der Genuss von der Frische ab, d.h. ob Steinpilze oder Pfifferlinge wirklich frisch sind, hängt vom Geruch ab. Muffiger, fauliger Geruch und eine fleckige Oberfläche lassen auf ein älteres Erntedatum schließen Da die beiden Pilzsorten in Deutschland allerdings unter Naturschutz stehen, wird im Handel Importware aus Russland, Litauen, Polen und der Ukraine angeboten. Frische Pfifferlinge duften aromatisch, sehen prallgelb und saftig aus. Die Pilze sollten auch nicht verfärbt sein und die Oberfläche darf sich nicht schmierig anfühlen. Einwandfrei ist der Pilz, wenn beim Anschnitt die Stiele innen weiß bis cremefarben sind und die Hüte keine Ränder und Flecken haben. Sand und schwarze Erdteilchensind aber unbedenklich. So Christiane Kunzel von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Vorsicht ist geboten, wenn die Ware verpackt ist, denn werden Pilze in Folienverpackungen angeboten, kann sich innen Kondenswasser bilden, das die Pilze nach einiger Zeit feucht, schleimig und schimmelig werden läßt. Daher lieber lose, statt abgepackte Pilze kaufen.

Jede Pilzmahlzeit sollte 15 Minuten garen. Reste können im Kühlschrank für ein bis zwei Tage gelagert werden. Allerdings müssen die Pile dann, nach dem Kochen, schnell im Kaltwasserbad abgekühlt werden und rasch in den Kühlschrank gelangen. Vor dem erneuten Verzehr ist es wichtig, die Pilze gründlich zu erhitzen. Weniger empfehlenswert ist es rohe Pilze im Kühlschank zu lagern, sie sollten möglichst sofort nach dem Einkauf verzehrt werden. Wildpilze aus Osteuropa werden immer noch auf zulässige Grenzwerte bei Schadstoffbelastungen (600 Becquerel) kontrolliert, allerdings sollten Kleinkinder, Schwangere und Stillende keine Waldpilze essen, Zuchtpilze wie Champignons, Austernpilze, Shitake und Stockschwämmchen sind aber unbedenklich.