Papillomviren: Krebsgesellschaft rät weiterhin zur HPV-Impfung

Experten stufen die Impfung gegen krebserregende Humane Papillomviren weiterhin als sicher und gut verträglich ein. Auch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) hält weiterhin an ihrer Empfehlung zur Impfunggegen krebserregende Humane Papillomviren (HPV) fest.
Meldungen über Todesfälle, die in zeitlichem Zusammenhang mit HPV-Impfungen standen, hatten und haben für Verunsicherung in der Bevölkerung gesorgt. Dabei handelte es sich um zwei junge Frauen aus Deutschland bzw. Österreich, die unmittelbar nach der zweiten bzw. einige Wochen nach der ersten HPV-Impfung plötzlich verstorben waren. In beiden Fällen bestand zwar ein zeitlicher Zusammenhang zur Impfung, ein ursächlicher konnte jedoch auch durch eine eingehende Obduktion nicht hergestellt werden. Da in beiden Fällen keine Todesursache feststellbar war, wurden sie als „ungeklärte Todesfälle“ eingestuft.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes tritt unter 15- bis 20-jährigen Frauen ein ungeklärter Todesfall pro 100.000 und Jahr auf, also etwa alle zwei Wochen einer. Da im Jahr 2007 zwei Fünftel der 15- bis 20-jährigen Frauen gegen HPV geimpft wurden, handelt es sich bei den beiden Todesfällen vermutlich um ein zufälliges Zusammentreffen unabhängiger Ereignisse. Auch bisherige Untersuchungen durch die US-amerikanische Krankheitskontrollbehörde (Center for Disease Control, CDC) und die Zulassungsbehörde für Arzneimittel (Federal Drug Association, FDA) ergaben keine Häufung von Erkrankungen oder Komplikationen durch die HPV-Impfung. Eine Neubewertung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses scheint deshalb nach Aussage von Experten nicht notwendig.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 6.500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Mehr als 70 Prozent dieser Fälle gehen vermutlich auf Infektionen mit den krebserregenden HP-Viren vom Typ 16 und 18 zurück, gegen die sich der Impfstoff u.a. richtet.
(Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft)