Neurodermitis: Häflte aller Patienten hat einen Gendefekt

(mko) Laut neuesten Forschungsergebnissen aus Österreich soll bei der Hälfte aller Neurodermitis-Erkrankten ein Gendefekt vorliegen. Die atopische Dermatitis (Neurodermitis) gehört zu den häufigsten entzündlichen Hauterkrankungen. In Europa sind davon etwa ein Fünftel der Kinder betroffen. Studien zur Fischschuppenkrankheit, einer angeboren Hauterkran-kung mit übermäßiger Hautschuppung und Trockenheit zeigten im Krankheitsbild bei den Betroffenen die Mutationen in einem Gen, das die Bauanleitung für das Protein Filaggrin liefert. Durch die Mutation enthalten die äußeren Haut-schichten weniger Filaggrin. Ein Drittel der Patienten mit Fisch-schuppenkrankheit hat auch Neurodermitis. Daher suchten die Mediziner auch bei Neurodermitispatienten nach Filaggrindefekten und stellten fest, dass bis zur Hälfte der Patienten mit atopischer Dermatitis ebenfalls einen solchen Gendefekt hat. Filaggrin unterstützt vermutlich die lebenswichtige Schutzfunk-tion der Haut gegen Umweltein-flüsse.