Meningokokken: Bei Reisen nach Norditalien – Venetien – besser vorab informieren

Wer zurzeit eine Reise nach Norditalien in die Region Venetien plant, sollte sich informieren, ob vorsorglich eine Impfung gegen Meningokokken der Gruppe C sinnvoll ist. Das empfiehlt das CRM Centrum für Reisemedizin, Düsseldorf. Zwischen Mitte Dezember und Anfang Januar sind dort in der Provinz Treviso 9 Jugendliche und junge Erwachsene an Hirnhautentzündungen und Blutvergiftungen erkrankt, die durch Meningokokken verursacht wurden. Drei der Erkrankten sind inzwischen verstorben. Die Menschen, mit denen sie in unmittelbarem Kontakt standen, wurden vorsorglich behandelt und der Bevölkerung die Schutzimpfung empfohlen. „Ich empfehle Reisenden in diese Region, sich zurzeit unbedingt von einem reisemedizinisch qualifizierten Arzt oder Apotheker beraten zu lassen. Denn es gibt verschiedene Bakterienstämme der Meningokokken und entsprechend auch unterschiedliche Impfstoffe“, sagt Dr. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM.

Meningokokken können etwa 3 bis 4 Tage nach der Ansteckung sowohl eine Hirnhautentzündung, die sogenannte Meningitis, als auch eine Blutvergiftung verursachen. Die Meningitis beginnt plötzlich mit hohem Fieber, starken Kopfschmerzen, Nackensteife, Übelkeit und Erbrechen. Trotz aller Behandlung kann sie bei einem schweren Verlauf zum Tod führen. Die Ansteckung erfolgt über winzige Tröpfchen in der Atemluft.