Masern sind ansteckend und breiten sich nicht nur in Deutschland aus!

(mko) Masern sind ansteckend und werden durch Viren hervorgerufen, die über Tröpfchen übertragen werden. Die Infektion ist hochansteckend und schwächt das Immunsystem,denn Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Folgen können im schlimmsten Fall Gehirnentzündungen sein – manchmal mit lebenslangen Schäden wie geistigen Behinderungen. Zwei von 1.000 Patienten sterben nach den Robert-Koch-Institut-Statistiken an den Folgen einer Masern-Infektion.

„Selbst für ausreichend Impfschutz sorgen“

Schon für Säuglinge, deren Mütter nicht geimpft sind, kann sie hochgefährlich werden. Denn dann greift kein Nestschutz – und unter elf Monaten sollen Kleinkinder nicht gegen Masern immunisiert werden. Hilflos gegenüber den Erregern, die sich schon durch einfaches Niesen übertragen lassen, können aber alle Menschen mit chronischen Erkrankungen und schwachem Immunsystem sein, so Ulrich Fegeler Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte. „Meiner Meinung nach ist es für jeden ein Gebot der Verantwortung, selbst für einen ausreichenden Impfschutz zu sorgen.“ Der Winter begünstige Ansteckungen, weil das Immunsystem ohnehin stärker gefordert ist. Auch Masern begännen mit Erkältungssymptomen und werden daher oft nicht sofort erkannt.

Nach einer Inkubationszeit von 8 bis 12 Tagen kommt es zu rötlichem, großfleckigen Ausschlag. Weitere Symptome sind hohes Fieber, Bronchitis, Abgeschlagenheit und Lichtempfindlichkeit, als Komplikationen können Lungen-, Mittelohr- und Hirnhautentzündung hinzukommen. Selten werden auch andere Organe mit betroffen. Es erkranken vorwiegend Kinder. Jugendliche und Erwachsene, die nicht geimpft sind, zeigen oft einen atypischen und schweren Krankheitsverlauf. Die Diagnose erfolgt über den Antikörpernachweis oder den direkten Virusnachweis.
Masern, Mumps, Röteln (MMR): Die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln sollte mit einem Kombinationsimpfstoff (MMR-Impfstoff) durchgeführt werden, in der Regel im Alter von 11 bis 14 Monaten. Bis zum Ende des 2. Lebensjahres soll auch die 2. MMR-Impfung erfolgt sein, um den frühestmöglichen Impfschutz zu erreichen.

Nach Kontakt zu Masernkranken können unter neun Monate alte Säuglinge nach individueller Risiko-Nutzen-Abwägung alternativ Immunglobuline zum Schutz vor einer Erkrankung erhalten. Nach einer Immunglobulingabe ist die MMR-Impfung für 5 bis 6 Monate nicht sicher wirksam. Dies sollte bei der Indikation zur Immunglobulingabe berücksichtigt werden.
Empfohlen wird die MMR-Impfung auch für alle nach 1970 geborenen Erwachsenen mit unklarem Impfstatus,ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit,insbesondere wenn sie im Gesundheitsdienst, in der Betreuung von Immundefizienten oder in Gemeinschaftseinrichtungen
arbeiten. Weitere Informationen zum Thema Impfen:

www.impfen-info.de

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