Malaria in Südafrika – Infektionsrisiko während der WM aber gering

Aus Südafrika wird zurzeit eine steigende Zahl von Malariafällen gemeldet. Besonders betroffen sind die Provinzen Limpopo und Mpuma-langa, über die sich Teile des Krüger Nationalpark erstrecken. Das CRM Centrum für Reisemedizin, Düsseldorf, empfiehlt Reisenden, sich bei einem reisemedizinisch qualifizierten Arzt oder Apotheker zur Malariaprophylaxe beraten zu lassen.

Seit Oktober wurden aus Limpopo 1.120 Erkrankungen gemeldet, davon mehr als 150 seit Jahresbeginn. Während der Regenzeit, die noch bis Mai andauert, ist die Gefahr einer Malariainfektion groß, da sich die Krankheitsüberträger besonders leicht vermehren können. „Fußballfans, die zu den Austragungsorten der Weltmeisterschaft nach Südafrika reisen möchten, brauchen sich weniger Sorgen zu machen“, erklärt PD Dr. Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM. „Im Juni und Juli ist das Malariarisiko in vielen Gebieten Südafrikas gering. Die aktuellen Ausbrüche zeigen jedoch, dass für das nordöstliche Südafrika eine Malaria-Chemoprophylaxe durchgeführt werden sollte. Dies gilt insbesondere auch bei Ausflügen in den Krüger-Nationalpark. Vor der Reise sollte man sich frühzeitig über die Möglichkeiten zur Gesundheitsvorsorge beraten lassen“.

Der Erreger der Malaria wird von der nachtaktiven Anopheles-Mücke übertragen. Frühestens 7 Tage nach einer Infektion bricht die Krankheit aus. Häufigstes Symptom ist Fieber, das von Kopf- und Gliederschmerzen begleitet wird. Unbehandelt kann die Malaria lebensbedrohlich verlaufen. Bei frühzeitiger Behandlung heilt sie in der Regel aus.
Eine Impfung gegen Malaria gibt es nicht. Die wichtigste Vorsorgemaßnahme ist der Schutz vor Mückenstichen, vor allem in der Dämmerung und Dunkelheit. Je nach Übertragungsrisiko können außerdem Medikamente zur Malariaprophylaxe eingenommen werden.

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