Makuladegeneration: Erfolge mit Macugen-Injektionen

(mko) In Deutschland leiden zwei Millionen Menschen an einer fortschreitenden Makuladegeneration mit drohendem Sehverlust.
US-Augenarzt Dr. Andreas Lauer im Bundesstaat Oregon/USA hat jetzt erste Erfolge bei der Behandlung mit Macugen-Injektionen erzielt, einem Medika-ment, das ein ganz bestimmtes Pro-tein blockiert. Betroffene Patienten wurde das derzeit noch nicht offi-ziell zugelassene Medikament alle sechs Wochen per Injektion verab-reicht. Festgestellt wurde, dass ihr Sehvermögen zwar etwas nachließ, jedoch nicht so stark wie bei Pati-enten, die lediglich ein Placebo be-kommen hatten (Differenz 15 Pro-zent). Lauer sieht darin Erfolge für die Behandlung der „nassen“ Ma-kuladegeneration“. Normalerweise sorgt die Makula, als Teil der Netzhaut, für die Detailerkennung in der Mitte des Sehfeldes. Bei der Degeneration kommt es häufig zum Zusammenbruch der Isolierschicht zwischen der Netzhaut und der Aderhaut. Dabei tritt Flüssigkeit aus und neue aus der Aderhaut wachsende Blutgefäße zerstören das Nervengewebe der Netzhaut. So entsteht ein fortschreitenden Verlust des zentralen Sehfeldes.