Kleinkinder: Antibiotika im ersten Lebensjahr fördern Asthma

(mko) Kleinkinder, die im ersten Lebensjahr wegen einer akuten Mittelohrentzündung oder wegen eines Harnwegsinfektes mit Antibi-otika behandelt werden, entwickeln häufiger Asthma bronchiale als Kinder, die in dieser Zeit nicht mit diesen Substanzen in Kontakt kommen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Universität in Manitoba/Kanada, bei der Daten von über 13. 000 Kindern, die alle im ersten Jahr eine Antibiotika-Behandlung hatten, ausgewertet wurden. Vierzig Prozent waren wegen einer Mittelohrentzündung, 28 Prozent wegen Atemwegsinfek-tionen, andere wegen Harnwegsinfekten oder bakterieller Hautkrankheiten behandelt worden. Für die Studie hat man dann geschaut, welche Kinder im Alter von sieben Jahren unter Asthma litten. Insgesamt zeigte sich ein deutlicher Zu-sammenhang zwischen Antibiotika-Behandlung und Asthmaentwicklung. Schon nach einem einmaligen Behandlungszyklus erhöhte sich das Asthmarisiko im Alter von sie-ben Jahren und jede weitere Behandlung erhöht das Risiko.