Kaiserschnitt schützt nicht vor Inkontinenz

(mko) Immer mehr Frauen wünschen sich heute eine Kaiserschnitt-entbindung, wohl auch in der Er-wartung, so später vor Inkontinenzproblemen geschützt zu sein. Eine erste bundesweite, repräsenta-tive Studie zum Thema Harninkontinenz räumt auf mit diesem Vorurteil und zeigt, dass vielmehr Zan-gen- und Saugglockengeburten das Problem der Harninkontinenz verursachen sowie nicht notwendige Dammschnitte- oder Risse bei der Geburt! Inkontinenz ist ein Tabu-Thema, obwohl in Deutschland acht Millionen Frauen betroffen sind, davon jede fünfte stark. Die Häufigkeit steigt mit zunehmenden Alter, zwischen 70 und 75 Jahren sind bereits 37 Prozent der Frauen betroffen, aber auch bei den 25 bis 39jährigen leiden 11 Prozent daran. Die Frauen stehen unter großem Leidensdruck: Angst, De-pression und gesellschaftliche Iso-lation durch Geruchsbelästigung. 47 Prozent der betroffenen Frauen haben dazu starkes Übergewicht, d.h. ein BMI von über 30. Trotz individuell guter Bandlungsansätze mit Medikamenten und Operationen suchen 40 Prozent keine Bera-tung bei ihrem Haus- oder Frauenarzt und glauben allein damit fertig werden zu müssen.
Therapiemöglichkeiten: Miktions- und Trinktagebuch führen (Miktion = Harnlassen) Beckenbodentraining mit Physiotherapeuten. Mehr Infos dazu unter: Hotline: 01805-233440 (Mo-FR 15 bis 20 Uhr) Deutsche Kontinenz-Gesellschaft oder unter www.kontinenz-gesellschaft.de