Hormontief: Dicker Bauch bei Männern

(mko) Hormonmangel scheint für über achtzig Prozent der Männer kein Thema zu sein. Jedenfalls können sie ihre Beschwerden, sei es ein Knochenbruch, Osteoporose, Antriebslosigkeit, chronische Müdigkeit, Potenz- und Leistungsschwäche oder auch reiner Kraftverlust nicht damit in Zusammenhang bringen. Dabei weiß maninzwischen, dass der bei vielen Männern über 50 Jahre oft voluminöse
Bauchumfang ein Risikofaktor komplexer hormoneller Störungen im Körper ist.

Das vermehrt gebildete Leptin wirkt auf-grund einer Leptinresistenz im Gehirn nur unzureichend, die sättigungsverstärkende und hunger-emmende Wirkung lässt nach. Man nimmt an, das Testosteronmangel die Folge von Stoffwechselveränderungen ist und das Auftreten und Fortschreiten von Bauchfett fördert.
Empfohlen wird eine Testosterontherapie mit dem Ziel, den natürlichen Hormonspiegel wieder herzustellen. Das verbessert Libido und Sexualleben, die Muskelkraft nimmt wieder zu und der Fettanteil des Körpers sinkt. Außerdem stimuliert Testosteron die Bildung roter Blutkörperchen.

Therapiert wird mit einem Gel oder mit einer Spritze mit Langzeitwirkung. Hormonabhängiger Prostatakrebs oder Brustkrebs verbieten derlei Therapie allerdings.