Fortschritte bei der GEN-Therapie

(mko) DNA-spaltende Enzyme lassen sich durch Licht kontrollieren – Wichtige Voraussetzung für Gentherapie beim Menschen. Sie können bestimmte Sequenzen in DNA hochspezifisch erkennen und spalten – Restriktionsenzyme sind unentbehrliche Werkzeuge in der Gentechnologie geworden. Solche Gen-Scheren und ähnliche Enzyme werden heute systematisch verbessert, um sie für die Gentherapie nutzen zu können. Benno Schierling, Stipendiat im internationalen Graduiertenkolleg 1384 „Enzymes and multienzyme complexes acting on nucleic acids“, liefert mit seiner Forschung an der Justus-Liebig-Universität Gießen wichtige Erkenntnisse für den Einsatz von Gen-Scheren in der Gentherapie beim Menschen: Er veränderte diese Enzyme so, dass sie durch Licht an- und abschaltbar sind. Dazu baute er einen chemischen Schalter, der von Wissenschaftlern von der Lomonosov-Universität in Moskau synthetisiert wurde, so in eine Gen-Schere ein, dass deren Aktivität durch langwelliges ultraviolettes Licht angestellt und durch blaues Licht abgestellt werden kann. Damit ist der prinzipielle Nachweis geglückt, dass Gen-Scheren durch Licht in ihrer Aktivität kontrolliert werden können.
(Quelle: Universität Gießen)