Fortschritt in der Medizin: Miniaturisierung

(mko) Immer schneller, immer präziser und immer kleiner – ob Ultraschallaufnahmen, Magnetresonanz-Therapie (MRT) oder Computertomografie (CT), Mikropumpen, Biochips und Nanomedizin. „Die fortschreitende Miniaturisierung bei gleichzeitiger Funktionsintegration, das ist die aktuelle Produktentwicklung für Diagnostik und Behandlung im Bereich Medi-zin-Technologie.“ So Professor Jürgen Fleischer, von der Universi-tät Karlsruhe. Auf der Medizinmes-se in Düsseldorf (MEDICA: 24. – 27.11.2004) wird z. B. ein tragba-res Ultraschallgerät mit hoher Bild-qualität als „Go-Pack“ vorgestellt, es wiegt insgesamt nur fünf Kilo-gramm, inklusive Bildtransfer aus dem OP und einem DVD-Brenner für CDs. Die präzise Diagnostik steht ganz im Focus der Fachmes-se, neu ist dabei die funktionelle Bildgebung, d. h. außer der Struk-tur von Organen wird jetzt auch die Funktion sichtbar gemacht. Das ist ein großer Vorteil bei der Behand-lung von neurologischen Erkran-kungen wie z. B. Alzheimer. Milli-meterdünne Sonden mit kleinem Schirm und mehreren Ärmchen dringen z. B. in das Tumorgewebe vor, um es zu
erhitzen und zu zerstören. Diese winzigen „OP-Bestecke“ stabilisieren und reparieren auch Bandschei-benvorfälle und Wirbelkörperbrü-che Der Vorteil dieser Mikrosys-tem-Technik: präzisere und schonendere Eingriffe, weniger Vollnarkosen, kürzere Klinikauf-enthalte und damit geringere Lohnnebenkosten für den Arbeit-geber.

Q