Farben machen froh – besonders nach der dunklen Winterzeit

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(Mk) Wie steht mir dieses rote Kleid, der grüne Hut oder die gelbe Krawatte? Farben haben großen Einfluss auf unser seelisches und körperliches Wohlbefinden, obwohl das bisher wissenschaftlich nicht bewiesen ist. Eine Farblichtbehand-lung kannten schon die Ägypter. Sie bauten z. B. Farbtempel mit sieben verschiedenen Behandlungsräumen. Ein Kranker musste sich je nach der Art seines Leidens in einem entsprechenden Farbraum aufhalten.
Welche Wechselwirkung spielt sich nun zwischen Körper und Farben ab? Experten wie Dr. Holger Mey-er-Waarden vermutet, dass je nach Art der Farbe verschiedene Organe angesprochen werden und bioche-mische Reaktionen in Gang kom-men. Außerdem wird das Immun-system positiv beeinflusst. Farben werden über die Augen, den Ma-gen-Darm-Trakt und die Haut auf-genommen.
Pflanzliche Farbstoffe, wie die in Blüten und Früchten vorkommenden rotblauen, dunkelblauen oder violetten Farbstoff, so genannte Anthocyane, haben z. B. eine hei-lende Wirkung. Anthocyane aus Sauerkrischen, Holunder- und Hei-delbeeren wirken entgiftend und ihre Extrakte beugen Rheuma und Arterienverkalkung vor.
Rote und gelbe Pflanzenfarbstoffe haben wiederum eine Krebs vorbeugende Wirkung. Einzelne Haut-schichten haben ein sehr unter-schiedliches Aufnahmeverhalten (Absorptions-verhalten) und das ist wesentlicher Ansatzpunkt bei der Farbeinwirkung. Unterschiedliche Wellenlängen (Farben) dringen in verschiedene Hautschichten ein. Je langwelliger das Licht, desto tiefer dringt es in die Haut.
Rot hat beispielsweise als lang-welliges Licht eine größere Eindringtiefe als Violett. Es regt den Kreislauf an und aktiviert den Stoffwechsel.
· Orange fördert die Bildung von Gewebe, wirkt entspannenden und gilt als Stimmungsaufheller. Es beeinflusst das Lymphsystem und fördert den Abbau von Stoffwechselprodukten.
· Gelb wirkt stimulierend auf die Drüsenfunktion und ist schleimhautaktivierend.
· Blau fördert den Parasympati-kus, der für das Stoffwechsel-system zuständig ist, wirkt be-ruhigend, entzündungshemmend und fördert die Verhornung bei stark unreiner Haut.

· Grün ist gut für Mischhaut und Seborrhöe (Funktionsstörung d. Hauttalgdrüsen), aber auch alternde Haut im Wechsel mit Orange.
· Türkis stärkt die Lymphzirkullation und hilft bei trockener Haut.

Wichtig ist wie Wahl des richtigen Hauttyps für die Farbbehandlung. In vielen Naturheilpraxen und ganzheitsmedizinische ausgerichte-ten Kliniken wird heute mit Farb-licht therapiert – sei es bei Hauter-krankungen, Magen-Darm-Leiden, Schmerzen oder zur Förderung der Wundheilung (5 – 10 Min. pro Be-handlung). Ferner werden Depres-sionen, Nervosität und Schlafstö-rungen behandelt.