Erste Zulassung für rein weibliches Knie-Implantat

(mko) Ein US-Hersteller (weltweit Marktführer bei künstlichen Gelenken) hat jetzt die Zulassung der amerikanischen Food and Drug Administration FDA für eine künstliche Knieprothese bekommen, die erstmals rein auf das weibliche Knie zugeschnitten ist. Die Gründe der US-Orthopäden: Das Knie von Frauen ist schmaler als das der Männer. Für die richtige Größe messen Chirurgen den Abstand zwischen dem vorderen und hinteren Ende vom Kopfes des Ober-schenkelknochens (Femur) im Kniebereich. Bei gleicher Länge sei der Femurkopf bei der Frau schmaler und außerdem im Querschnitt mehr trapezförmig, während er bei Männern eher rechteckig ist. Daher sei die Folge, dass Frauen häufig ein Implantat bekämen, das an der Schnittstelle zum Knochen seitlich überstehe. Dadurch aber können Bänder und Sehen verletzt werden. Auch sei das weibliche Knie nach vorn (ventral) weniger hervorste-hend als beim Mann. Das bisherige Implantat fühle sich daher „gröber“ an, was zu Schmerzen und Funktionseinschränkungen führen könne. Und: der Winkel zwischen Becken und Knie beeinflusst die Bewegung der Frau anders als beim Mann.