Eisentherapie bei Herzkrankheiten

Intravenös zugeführte Eisenpräparate helfen auch Menschen mit Herzleiden, das entdeckten Forscher der Charité Berlin. Eisenmangel spielt bei sehr vielen schweren Erkrankungen eine Rolle. Bekannt ist, dass bei Tumoren, Lungen- oder Nierenleiden ein Eisenmangel häufig in eine Anämie mündet. Dabei produziert der Körper entweder zu wenig roten Blutfarbstoff, das so genannte Hämoglobin, oder zu wenig rote Blutkörperchen, was zu körperlicher Schwäche, Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen, Ohnmachtsanfällen und Schlaflosigkeit führen kann.
Diese Patienten bekommen schon heute oft eine Spritze mit Eisen. Neu ist nun, dass Studien gezeigt haben, die Wirkung von Eisen hilft auch bei Herzschwäche. Das heißt, die Verabreichung von intravenösem Eisen hilft nicht nur herzkranken Menschen mit Anämie spürbar, sondern auch denen, deren Krankheit „nur“ mit einem Eisenmangel ohne Anämie einher geht.