Egészségedre – das heilsame Wasser von Héviz

Foto: Rogner

(mko) Die Szene gleicht einem etwa kitschigen Gemälde: ein dampfender See, in der Mitte ein nostalgisches Badehäuschen mit rotem Türmchen, auf dem Wasser schwimmen rote, blaue und weiße Lotusblüten, die man sonst eher in Indien vermutet und dazwischen treiben Menschen fast wie im Trance auf bunten Baderingen. Balnea salus – im Bade ist das Heil“oder wie man hier in Ungarn sagt: Hier gibt es einen See, in dem sich badend alles Leid verliert.
Ein Weltwunder ist er noch heute, dieser 50.000 Quadratmeter größte Warmwassersee der Welt, am Krater 36 Meter tief. Hier sucht man kein neues Profil, hier setzt man auf Bewährtes. Héviz am Südwestrand des Balaton oder auch Plattensee genannt, mitten in Ungarn, ist ein kleiner Ort mit nur 6.000 Einwohnern und dennoch berühmt. Denn hierher kommen schon seit 200 Jahren Menschen mit Rheuma, Gicht, Diabetes oder Gelenkproblemen, damals noch fernab jeder Wellnessformel, ohne die hier heute aber kein Hotel mehr auskommt. Die Badetradition begann 1795 in Hèviz , da errichtete Graf Georg Festetics das erste Badehaus. Und die kulturelle Hauptstadt des Balaton Keszthely war bereits zur Römerzeit schon ein wichtiges Handelszentrum.
Obwohl die Hotels alle Attribute-moderner Wellness-Oasen erfüllen, glaubt man sich dennoch manchmal zurückversetzt in die „k- und k-Zeit“. Denn über dem Thermalsee scheint fast ein magischer Zauber zu liegen, eine besondere Atmosphäre aus Ruhe, Nostalgie und Abgeschiedenheit. Zu dem Zauber gehört auch, dass sich das Wasser fast jeden zweiten Tag erneuert und eine Temperatur von 36 Grad im Sommer und 24 Grad im Winter. Der besondere Pluspunkt aber ist der Heilschlamm, denn er enthält die Heilkraft des Quellwassers. Und das bedeutet noch heute Profit für die gesamte Region. Héviz ist eine der bekanntesten Adressen für Heilkuren, Kurzurlaube und Wellness-Anwendungen am Plattensee, dem größten Süßwassersee Mitteleuropas. Die Wellness-Attribute Wasser und Heilschlamm bewähren sich noch heute, deswegen kommen die Besucher hierher, denn Schlammpackungen erweitern verengte Gefäße und entspannen verformte Gelenkkapseln. Außerdem entziehen sie dem Körper eiweißbildende Aminosäuren und Schlacken, die die Gelenke in ihren Be-wegungen einschränken. Das leicht radioaktive alkalische Wasser des Termalsees enthält Schwefel-Hydrogenkarbonat, Chlorid, Jodid (Wasserstoff), Kalzium, Natrium, Magnesium, Silizium, Eisen, Alu-minium und Titan.
Im „Rogner Hotel & Spa Lotus Therme“ können Gäste sogar ohne das Hotel zu verlassen, in einem „Ableger“ des Thermalsees baden, die hauseigene Badelandschaft ver-fügt über ein eigenes Heilwasserbe-cken, das aus dem See gespeist wird und eine fachkundige Badeab-teilung mit Kur-Arzt Dr. Simon Fiala Zsolt, fünfzehn Therapeuten und sogar einem Zahnarzt Dr. Si-roki Péter, der hier für einen Bruchteil der üblichen Kosten Zahnprobleme behebt. Zu Entspan-nung gibt es ein Jacuzzi, den Innen-und Außenpool und eine finnische Sauna mit Kneipp-Gang, einen Fitnessraum und das exklusiven Beauty-SPA und zahlreiche Ange-bote für sportliche Aktivitäten bis hin zu luftigen Ballonfahrten. Das Hotel wurde mit dem Wellness Qualitätssiegel-Zertifikat ausge-zeichnet, das heißt: Schutz vor Ta-bakqualm, schmackhafte Vital-Küche, hinreichend großer Well-ness-Bereich, qualifiziertes Wellness-Angebot. Wer hier eingie Tage kuren will, sollte sich zuvor bei seiner Krankenkasse informieren, denn einige gesetzliche Kassen
(z.B. die Techniker Krankenkasse) übernehmen einen Teil der Kur-Kosten. Kuren in Héviz ist dreifa-cher Genuss: Wasser, Luft, die das besondere Mikroklima bildet, Heil-schlamm und das alles recht preis-wert. Perfekte Voraussetzungen also, um seine Körperakkus see-lisch und körperlich wieder aufzu-laden. Streicheleinheiten für die Seele liefert die unberührte, ur-sprüngliche Landschaft mit den prachtvollen Schlössern und alten Burgen, bewaldeten Vulkanhügeln, sanften Weinhängen und dem Bala-ton, auch als Plattensee bekannt, dem größten Süßwassersee Mittel-europas. Zu mehr Bewegung treibt einen auch die manchmal recht def-tige Küche, die Palatschinken, Top-fen Pogácsa oder Csirkepaprikás samt süffigen Weinen aus dem Weinanbaugebiet Badacsony ( Weingut auf der Menü-Karte hat. Egészségedre“ „– Prost auf unga-risch und bedeutet heißt nicht mehr als: auf Deine Gesundheit.
Wasser hat viele Gesichter und selbst Wissenschaftler rätseln noch heute über dieses Element, das schon in der Schöpfungsgeschichte eine Rolle spielte. Manche Geo- und Kosmochemiker gehen davon aus, dass sich die Erde aus feuchter Urmaterie, aus Mineralien, in denen das Wasser eingeschlossen war, formte und der Japaner Masuru Emoto, vertritt die These: Wasser spreche auf Gebete und Gedanken an: Wasser wird zu Dampf, Eis, Kristallen aber es löscht aber auch Lotustherme