Reisemedizin

(mko) Lange Reisezeiten bedeuten für die Beine oft lange Ruhestellung in abgeknickter Haltung.Schnell tritt da ein Blutstau auf, da sich die Gefäße verengen. Es kann sich auch eine Thrombose (gefährliche Blutklumpen in den Venen) bilden. Senioren, die eine Städtetour oder Kurzreise mit dem Bus planen, können mit einfachen Bewegungen das Risiko einer Venen-Thrombose oder von Wadenkrämpfen reduzieren. Dagegen hilft häufiges, kurzes Aufstehen und die Füße einzeln zu drehen oder zu strecken. Ratsam ist auch die Einnahme von Acetylsalicylsäure-Tabletten. An einer Venenerkrankung leiden in Deutschland 22 Millionen Menschen, oft ohne es zu wissen. Enge Besichtigstermine, Zeitdruck, späte Nachtmahlzeiten und zu langes Sitzen sowie Temperaturwechsel durch die Klimaanlage im Bus führen oft zu auch zu Erkältungen oder Reisediarrhö. Treten Wadenkrämpfe und geschwollenen Beinen auf, löst sich allerdings der Thrombus in den meisten Fällen wieder auf und die Schmerzen verschwinden.

cco.pixabay.com J.Mantri

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(mko) Viele Hundebesitzer wollen auch im Urlaub nicht auf ihren Liebling verzichten.
Damit dies aber ohne Stress und Infektion verläuft, sollten Hundebesitzer vor Urlaubsantritt einen Tierarzt aufsuchen, besonders bei Reisen nach Südeuropa, wo zahlreiche Parasiten lauern – zum Beispiel Herzwürmer, die durch Stechmücken beim Blutsaugen übertragen werden. Während einige dieser Plagegeister beim Menschen eher lästige, juckende Stiche verursachen, können sie für Hund und Katze zur tödlichen Gefahr werden. Viele der Erreger sind inzwischen aber auch ein gesundheitliches Risiko für uns Menschen.
Zum Beispiel Zeckenbisse, die bekannt sind als Überträger von Borreliosen und FSME-Viren. Die Übertragung der Krankheitserreger von Babesien und Ehrlichien nimmt ebenfalls zu. Vorbeugend können Hunde auch mit einem Kombinationspräparat gegen Flöhe, Zecke und Stechmücke gleichzeitig behandelt werden, um Infektionen zu vermeiden. ...mehr

(mko) Viele Teenanger benutzen zwar Kondome, aber nicht richtig. Einer Studie in England mit 700 Jugendlichen zwischen 16 bis 18 Jahren ergab, dass drei von fünf Jugendlichen zwar Kondome schon benutzt haben, aber jeder zehnte setzte sie zu spät ein oder entfernte sie zu früh. 74 Jugendliche führten auch ein Tagebuch über ihr Sexualleben. Auch hier nutzen zwei von fünf Schülern das Kondom nicht korrekt. An erster Stelle für die Nutzung eines Kondoms stand die Schwangerschaftsverhütung oder der Wunsch, keine Unordnung (to avoid making a mess) zu hinterlassen, andere wiederum wollten Sex damit verlängern. Der gesundheitliche Aspekt stand meist im Hintergrund. Kondome sollten aber auch zur Vermeidung von AIDS oder die Übertragung von Chlamydien-Infektionen genutzt werden.

Quelle: Southampton Universität, England

(mko) Frauen reagieren viel zu nachsichtig auf das Schnarchen ihrer Männer und verzichten so auf bis zu fünf Stunden Schlaf pro Woche. Mehr als 30 Millionen Deutsche schnarchen. Experten gehen davon aus, dass davon zwischen 2,5 und 4 Millionen unter Beziehungsproblemen leiden. Schnarchen ist jedoch eine ernsthafte Erkrankung, die zu Bluthochdruck führt. Die Betroffenen haben bis zu 400 Atemstillstände pro Nacht, ohne es zu bemerken. Dadurch reduziert sich der Sauerstoffgehalt im Blut, das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall steigt.  30 Prozent aller Menschen mit zu hohem Blutdruck haben z.B. Schlafapnoen. So Kardiologe Professor Martin Konermann aus Kassel. Dennoch gelten Schlafapnoen immer noch als Bagatelle und für die Beziehung von Paaren kann das Schnarchen so oder so eine ernsthafte Bedrohung sein. Frauen sollten daher ihren schnarchenden Partner zum Arzt schicken, denn Schlafapnoe ist therapierbar, z.B. mit einer Atemtherapiemaske.

(mko) Vielen Reisenden wird beim Busfahren übel, besonders Kindern. Betroffene sollten sich einen Sitz ganz in der Nähe des Fahrers aussuchen. Denn: die Reiseübelkeit hängt stark davon ab, wie der Fahrer fährt und wo der betreffende Passagier sitzt. Wissenschaftler der Universität von Southampton in England haben über 800 betroffene Buspassagiere befragt und sind zu dem Ergebnis gekommen, vorne sind die besten Plätze bei Reiseübelkeit. Hier schwankt des Fahrzeugs am geringsten und hier kann man jederzeit Einfluss auf den Fahrstil des Fahrers nehmen und sich notfalls beschweren.

(mko) Diabetiker, die Insulin benötigen und ihr Urlaubsziel mit dem Flugzeug per Kurz- oder über mehre Zeitzonen per Langstrecke anfliegen, sollten sich vorher in ihrer Ambulanz gut beraten lassen, auch über den Versicherungsschutz bei ihrer Krankekkasse. Wer allein reist sollte auch das Flugpersonal über die Erkrankung informieren und vor Abflug bei der Airline nach diabetesgerechten Mahlzeiten fragen. Auch treten in den Urlaubsmonaten häufiger Flug-Verspätungen auf, das bedeutet längeres Warten (auch an den Gepäckbändern) als eingeplant. Dieser Stress kann den Zuckerhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen. Auf Reisen sollte generell der Blutzucker häufiger gemessen werden. Im Urlaub sollte Ratsam daher: Kleine Snacks für unterwegs und Traubenzucker im Handgepäck mitnehmen, um zu niedrige Blutzuckerwerte zu vermeiden. Ins Handgebäck gehören:

• das gekühlte Insulin für die gesamte Reise
• Pen oder Spritze
• Glukakonspritze, wenn benötigt
• Blutzuckergerät und alle Teststreifen
• Blutzucker-Tagebuch
• Aceton-Teststreifen
• ausreichend PEN-Nadeln und Lanzetten für den Flug
• Box für gebrauchte Gegenstände
• Not-Broteinheiten (Traubernzucker)
• Diabetes-Ausweis in versch. Sprachen

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(mko) Wer im Urlaub regelmäßig Medikamenten einnehmen muss, sollte diese vor Sonne und Hitzeeinwirkung schützen. Angemessen für die Aufbewahrung sind in der Regel unter 25 Grad, so die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker. Denn: Bei falscher Lagerung kann sich die Wirkung des Präparates verändern. Und das kann der Patient äußerlich meist gar nicht erkennen, etwa bei Wirkstoffpflastern oder Asthmasprays.

(mko) Wer kennt sich schon aus mit speziellen Hygieneregeln in Afrika oder Asien, weiß alles über Malariaprophylaxe oder über die Gelbfieber-Impfung. Und die risikoreiche Japanische Enzephalitis,
eine gefährliche Hirnhautentzündung, ist auch eine große Unbekannte. Viele wissen nicht einmal das Datum ihrer letzten Tetanus-Impfung? Im Urlaub kann das zu einer gefährlichen Enttäuschung werden, wenn nämlich eine Reiseinfektion das Baden oder Faulenzen in der Sonne unmöglich macht. Daher besser vorher informieren über: ...mehr

(mko) Es passiert oft ganz plötzlich , beim Wandern knickt der Fuß um und schon tut der Knöchel weh. Eine Verstauchung oder Prellung kann jedoch den schönsten Urlaub vermiesen.  Ein Schmerzmittel wie Ibuprofen aus der Apotheke  gehört daher in die Reiseapotheke, ebenso wie Sonnenschutzmitteln, Zahnbürste und ein guter Krimi.Natürlich auch die Medikamente,die täglich eingenommen werden müssen z.B. bei Diabetes oder Bluthochdruck, aber auch Medikamente für den Notfall etwa Autan-Stift oder Autan-Emulsion gegen Insektenstiche und Juckreiz (Allergiker), Tabletten oder Zäpfen gegen krampfhafte Schmerzen im Bauchraum. Sportler im Urlaub haben schon mal Muskelverspannungen oder Sportverletzungen, da hilft eine Spezialsalbe. Auch Mittel gegen Schmerzen und Fieber sowie gegen Erbrechen, Übelkeit und Durchfall sollten eingepackt werden. Außerdem Augentropfen, falls eine Bindehautreizung auftritt. Manchmal kann auch bei innerer Unruhe und nervösen Gefühlen oder Angst vor dem Fliegen ein Beruhigungsmittel notwendig sein, ein pflanzliches Arzneimittel  mit dem Wirkstoff Passionsblumenkraut (Apotheke)  aus der Heilpflanze  der Passsionsblume. In die Reiseapotheke gehören auch Einmalspritzen- und Einmalkanülen, Fieberthermometer, elastische Mullbinden, Pflastermäppchen, eine kleine Schere und Pinzette. Im Handel und in den Apotheken gibt es auch fertige Setpackungen (Preise um 20 Euro). Vor Reiseantritt sollte man unbedingt den Impfstatus, besonders bei Kindern,  überprüfen.
Unverzichtbar sind nicht nur Sonnenschutzmittel oder klassische Verbandsmaterialien. Auch Präparate, die bei Durchfallerkrankungen Salz- und Flüssigkeitsverluste ausgleichen, sollten eingepackt werden. Für Kinder und Säuglinge gibt es zum Beispiel Oralpädon*. Das Pulver, das mit Wasser zu einer Elektrolytlösung angerührt werden kann, ist in verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Erdbeere oder Apfel-Banane erhältlich und versorgt den Körper mit einer optimalen Zusammensetzung aus Salzen, Mineralstoffen und Glucose. Das ist besonders wichtig, weil Kinder einen viel höheren Flüssigkeitsumsatz als Erwachsene haben und deshalb bei Durchfall auch mehr unter Flüssigkeits- und Mineralstoffverlusten leiden.

(mko) Bei knapper Beinfreiheit z.B. während einer Kreuz- oder Busfahrt oder bei einem Langstreckenflug schwellen oft die Beine und Füße an. Das bedeutet Stress für die Venen. Schwellungen vermeidet man am besten, in dem schon vor Antritt der Reise – aber auch währenddessen – alle zwei bis drei Stunden Enzyme (sogenannte Kombinationspräparate aus Früchten wie Ananas oder Papaya – erhältlich rezeptfrei in Apotheken) in Form von Dragees eingenommen werden. Sie regen den Blut- und Lymphfluss wieder an, der durch langes eingezwängtes Sitzen ins Stocken geraten ist. Außerdem sorgen sie dafür, dass die angesammelte Flüssigkeit (Rückstau) in den Beinen abtransportiert wird.