Medizin

(mko) Eine mediterrane Ernährung kann das Risiko für eine altersabhängige Makuladegeneration (AMD) senken. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie (Ophthalmology 3/19). Wer viel Gemüse, Fisch, Olivenöl, aber nur wenig Fleisch, Milchprodukte oder Wein zu sich nimmt, erleidet demnach seltener eine Verschlechterung des zentralen Sehens durch eine AMD. Weitere Studien zeigen, dass eine gesunde Ernährung auch dazu beitragen kann, Augenerkrankungen wie dem Grünen und dem Grauen Star vorzubeugen. …mehr ...mehr

(mko) Viele Menschen leiden in den Wintermonaten unter depressiven Verstimmungen, einer Winterdepression oder dem Winterblues. Oft brauchen Betroffene mehr Schlaf und sie haben auch größeren Appetit auf kohlenhydratreiche Kost. Mangelndes Licht setzt das Hormon Melatonin frei und daraus resultiert ein niedriger Serotoninspiegel (Melatonin ist ein Abbauprodukt des Serotonins). Das drückt auf den Energiehaushalt, die Antriebskraft und die Stimmung. Auch arbeitet das Herz bei starker Abkühlung nicht richtig. Die mangelnde UV-Strahlung stoppt auch die Produktion des lebenswichtigen Vitamins D, das der Körper zur Kalkaufnahme aus der Nahrung braucht. Außerdem wirkt das Licht über die Augen und Sehnerven auf die Zirbeldrüse, ein kleines Organ an der Basis des Gehirns. Wenn dort in der dunklen Jahreszeit die Lichtimpulse ausbleiben, produziert die Drüse Melatonin.
Daher: möglichst viel Zeit draußen in Freien verbringen (Frühsport). Dann bleibt die dämpfende Melatonin-Produktion aus. Auch hilfreich: Antidepressiva oder Johanniskraut – das erhöht die Lichtempfindlichkeit ebenso wie eine spezielle Lichttherapie.

(mko) Grippewellen scheinen im Zusammenhang mit Vitamin D-Mangel zu stehen. „Vitamin D wirkt wie ein Antibiotikum und stärkt das Immunsystem. UV-Strahlung regt die Produktion von Vitamin D in der Haut an. In den Wintermonaten steht die Sonne selbst im Zenit so niedrig, dass die Aufnahme von Vitamin D gehemmt wird. Dies hat ein Absinken des Vitamin-D-Pegels im Körper und damit eine nur mäßige Schutzwirkung dieses Vitamins zur Folge“, so Professor Johan Moan. Laut „Sunlight-Researchforum“ lässt sich bei Grippewellen immer dann ein starker Anstieg der Infektionen mit ernsterem Verlauf  beobachten, wenn sich die Einstrahlung von Sonnenlicht (und damit die Aufnahme von Vitamin D) verringert. Dies gilt nicht nur für den Ausbruch einer Grippewelle, sondern auch für deren Verlauf. Besonders deutlich werden saisonale Unterschiede an der Anzahl der Todesfälle. Eine Studie aus Norwegen zeigt auf, dass die Sterberate im Zuge einer Epidemie im Winter, wenn ein besonders starker Vitamin-D-Mangel herrscht, 20- bis 600-mal höher liegt als im Sommer.
Wissenschaftler der Universität Oslo untersuchten für die Studie Daten über Grippewellen aus Schweden, Norwegen, den Vereinigten Staaten, Singapur und Japan. Dabei verglichen sie die monatlichen Infektions- und Mortalitätsraten mit der jeweiligen Intensität der UV-Strahlung.

Quelle: Zusammenfassung der Studie „The seasonality of pandemic and non-pandemic influenzas: the roles of solar radiation and vitamin D“ von Asta Juzeniene, Li-Wei Ma, Mateusz Kwitniewski, Georgy A.Polev, Zoya Lagunova, Arne Dahlback und Johan Moan unter: www.sunlightresearchforum.eu.

(mko) Für eine lückenlose Sprach-Entwicklung ist es wichtig, dass Hörschäden bei Kindern unbedingt innerhalb des ersten Lebensjahres entdeckt und therapiert werden. Viele Eltern vernachlässigen diesen Test jedoch. Eine aktuelle Umfrage mit 700 Eltern hat ergeben, dass 70 Prozent der Eltern Unkenntnis über den Nutzen einer Hörtest-Untersuchung bei ihren Neugeborenen haben und 30 Prozent der Eltern nicht wissen, wo sie so ein Untersuchung überhaupt bekommen. Ausführliche Informationen für Eltern bietet die Fördergemeinschaft Gutes Hören in Hannover: https://www.fgh-info.de/vorsorge/kinder/

(mko) Im Focus der  modernen Krebstherapie stehen inzwischen  mehr genonomische und weniger anatomische Gemeinsamkeiten. Das heißt, Erkrankungen anhand ihrer Biologie therapieren. Es setzt sich immer mehr der Gedanke durch, dass Krebs eine Erkrankung der Gene und weniger der betroffenen Organe ist. Diese Erkenntnis verändert die Forschung und wie Patienten zukünftig behandelt werden können. Moderne Krebstherapien verfolgen daher einen entitätsübergreifenden Behandlungsansatz. Sie richten sich gegen die individuellen Angriffspunkte der Erkrankung, die für die Entstehung und das Wachstum des Tumors verantwortlich sind. Beispielsweise die Prüfsubstanz Entrectinib bei NTRK-Fusions-positiven Tumoren. NTRK-Genfusionen sind der Auslöser für verschiedene Tumorarten bei Erwachsenen und Kindern.
Auf der Jahrestagung der American Society for Clinical Oncology (ASCO) in Chicago wurden neue Erkenntnisse aus diesem Feld vorgestellt. Inwiefern sich die Krebstherapie durch dieses Umdenken verändert und welche Auswirkungen dies auf die Forschung hat, war Inhalt einer Pressekonferenz in Düsseldorf der Roche Pharma AG. …mehr ...mehr

(mko) Schwimmbäder sind eine Falle für Kinderfüße, denn hier lauern zahlreiche Fußpilzerreger. Schwimmen ist eine der beliebtesten Freizeitaktivitäten für Kids und Jugendliche , es ist häufig aber auch Pflichtprogramm im Schulsport. Die feucht-warme Umgebung in Schwimmbädern ist für die Erreger eine ideale Brutstätte. Denn bei Temperaturen von etwa 25 Grad können sie mehrere Tage im Wasser überleben. In Schwimmbädern wird Fußpilz auch dadurch begünstigt, dass Wasser die Haut aufquellen lässt und so ihre natürliche Barriereschicht beschädigt.

Badeschuhe einpacken! Die meisten Menschen gehen in Schwimmbädern barfuß, der Erreger kann also durch Kontakt mit dem Boden übertragen werden. Außerhalb des Schwimmbeckens sollten daher stets Badeschuhe getragen werden. So wird der direkte Kontakt mit den Fußpilzerregern vermieden.
Vorsicht vor Desinfektionsduschen und Duschbecken! Diese Orte werden häufig barfuß passiert und Fußpilzerreger kommen hier besonders häufig vor. Die antibakterielle Wirkung von Desinfektionsduschen reicht häufig nicht aus.

Nach dem Schwimmen: Füße gut abtrocknen! Bei feuchter Haut ist das Risiko einer Infektion hoch. Vor allem die Zehenzwischenräume müssen gut abgetrocknet werden. Hier bildet sich Fußpilz meist zuerst.

Füße desinfizieren und regelmäßig pflegen! Die Füße nach dem Abtrocknen mit einem eigenen Desinfektionsspray einsprühen. Zusätzlich sollte Fußpflege zum täglichen Reinigungs- und Pflegeritual dazugehören – von klein auf.

Füße regelmäßig beobachten! Bei ersten Anzeichen von Fußpilz sofort behandeln lassen. Infizierte Bereiche sehen wie gekocht aus, jucken meistens, später brennt die Haut und schuppt sich. Eine frühzeitige Therapie kann verhindern, dass der Fußpilz in eine schwer zu behandelnde Nagelpilzinfektion übergeht.

(mko) Fast jeder dritte Patient, der stationär in eine internistische Klinik aufgenommen wird, zeigt Anzeichen für eine Mangelernährung, bei älteren Patienten sind es über die Hälfte.  Die einen nehmen zu wenig Eiweiß zu sich, bei den anderen fehlt es an Vitaminen, wieder andere essen schlicht zu wenig, um ihren Energiebedarf zu decken: Dieser Mangel wirkt sich schlecht auf das Wohlbefinden und den Krankheitsverlauf der Betroffenen aus. Eine Studie aus der Schweiz belegt nun sehr eindrücklich, dass Patienten von einem Ernährungsscreening – einer Untersuchung, mit der bestehende Mangelernährungszustände erkannt werden – und einer entsprechenden Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM) nimmt die im Fachjournal Lancet erschienene und industrieunabhängige Studie (EFFORT-Studie) zum Anlass, auf die große Bedeutung eines systematischen Ernährungsscreening und eines begleitenden Ernährungsmanagement für den Verlauf von Erkrankungen hinzuweisen. …mehr ...mehr

(mko) In Deutschland haben 7,8 Millionen über 50jährige Osteoporose, d.h. die Betroffenen leiden unter einem Rundrücken, Atemnot, Schmerzen und Knochenbrüchen (vorwiegend der Handgelenke, Wirbelkörper, Oberschenkelhals). Das Tückische: Osteoporose entwickelt sich stumm über Jahre hinweg, man spürt nicht, dass die Knochen immer brüchiger werden. Im fortgeschrittenen Stadium brechen die Knochen dann ohne besonderen Anlass. Obwohl mehr Frauen betroffen sind, hat auch jeder 5. Mann über 50 Jahre Osteoporose.
Alle dreieinhalb Minuten erleidet eine Frau im Alter zwischen 50 und 79 Jahren einen Wirbelkörperbruch. Dabei sind Frakturen besonders für betagte Patienten nicht nur mit Schmerzen (Rückenschmerzen) verbunden, sondern ein Knochenbruch schränkt auch den
Bewegungsspielraum ein und führt so zu dem Verlust von Selbstständigkeit und zur Pflegebedürftigkeit. Umso wichtiger ist eine optimierte, moderne medikamentöse Therapie, die für Patienten einfach einzuhalten ist.
Doch es gibt vermeidbare und unvermeidbare Risikofaktoren, die zu einer Osteoporose führen. Zu den unvermeidbaren gehören: Überfunktion der Nebenschilddrüse, Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes mellitus Typ 1, Mangel an Geschlechtshormonen, Magersucht, Bulimie, chronisch entzündlich rheumatische Erkrankungen, bestimmte Medikamente. Vermeidbare Risikofaktoren sind: Magersucht, Alkohol- und Nikotin-Missbrauch sowie Vitamin D-Mangel.
(Die Mehrheit der Bevölkerung hierzulande leidet an Vitamin-D-Mangel). Denn: Vitamin D regelt die Kalziumaufnahme aus der Nahrung. Damit Vitamin-D überhaupt gebildet werden kann braucht es UV-Strahlen d. h. Sonnenlicht, das hierzulande jedoch häufig nicht ausreichend vorhanden ist. Bei geringen Sonnenstrahlen und – Zeiten, sollte Vitamin-D medikamentös ergänzt werden mit 400-1200 IE Vitamin-D Einheiten.

Als Vitamin-D-reiche Nahrungsmittel gelten aber auch: Seefisch – Hering oder Lachs – Milchprodukte, Eigelb, Gouda, Butter und Pilze. Kalziumräuber sind u.a. zum Beispiel Wurst, Fleisch, Cola, Schwarzer Tee, Kakao und Salz. Kalzium dient als wichtiger Baustein zur Mineralisierung neugebildeter Knochenmasse.
„Vermeidbare Risikofaktoren sind zum Beispiel eine zu niedrige Kalziumaufnahme mit der Nahrung, auch das kann man ändern, in dem man täglich 1200 -1500 mg Kalzium über
Milch, Milchprodukte wie Schnittkäse, Brombeeren, schwarze Johannisbeeren, Joghurt, Buttermilch, Brokkoli, Lauch, Fenchel oder Kalziumreiche Mineral-/Heilwässer aufnimmt“.

Das Risiko, eine Osteoporose zu entwickeln wird leider auch von Ärzten heute noch unterschätzt und zu wenig angesprochen. In einigen Arztpraxen gibt es inzwischen Fragebögen zur Risiko-Selbsteinschätzung . Haben Patienten z.B. eine Vorgeschichte z. B. Beschwerden, Stürze, Knochenbrüche muss neben Labor und klinischer Untersuchung auch eine Knochendichtemessung (allerdings keine Kassenleistung ) vorgenommen werden. Viele wissen auch gar nicht, dass die Vitamin-D-Produktion mit zunehmendem Alter abnimmt, ebenso die Kalziumaufnahme.
Zur Therapie bei betroffenen Patienten stehen so genannte Bisphosphonate zu Verfügung, gleichzeitig muss aber auch für ausreichend Kalzium und Vitamin D gesorgt werden
Denn: die Therapie wirkt nur optimal, wenn Kalzium und Vitamin-D ausreichend aufgenommen werden.

Wie kann man einer Osteoporose nun vorbeugen:
In dem man knochengesund lebt: Der Body-Mass-Index sollte unter 20 kg/m sein, die Ernährung Kalziumreich, dazu viel Vitamin D (400-1200 IE/Tag), denn unser UV-Licht reicht nicht, bevorzugt
basische und mediterrane Kost) Training der Muskelkraft, Sturzvermeidung und kein Nikotin.
Stürze kann man meiden, in dem man auf Stolperfallen in der Wohnung achtet z. B. Teppichecken, Kabel, auch die Sehkraft und die Beleuchtung müssen kontrolliert werden.
Zusätzlich fördert eine gezielte Bewegung ( Wandern, Walken, Schwimmen) den Knochenaufbau, die Koordination und Sicherheit beim Gehen. Dabei spielen aber auch die „richtigen“ Schuhe eine Rolle.

Fazit: Osteoporose ist rechtzeitig erkennbar und kann optimal behandelt werden.

Bei schlechter Kalzium- und Vitamin D-Versorgung verringert sich jedoch die Wirksamkeit der spezifischen Osteoporosetherapie. Entsprechend war in allen wichtigen Studien mit Bisphosphonaten, die eine Reduktion von Frakturen zeigten, sichergestellt, dass die Patienten ausreichend Kalzium und Vitamin D erhielten. Für einen maximalen Nutzen sollten deshalb Osteoporosepatienten als Ergänzung zu ihrer Therapie sowohl Kalzium als auch Vitamin D zu sich nehmen. Aber: Osteoporose-Medikamente werden oft nicht richtig eingenommen, sollen z. B. die Ergänzungspräparate nicht zur selben Zeit wie die Bisphosphonate eingenommen werden. Daher lautet die Empfehlung: Kalzium zusammen mit der Nahrung aufnehmen, die Tagesdosis evtl. auf zwei Portionen verteilen (jeweils frisch zubereitet) und möglichst einen Teil zum Abendbrot einnehmen, da Kalzium besser resorbiert wird, wenn es länger im Darm ist.

Langlauf in Bad Kleinkirchheim/ Österreich

Langlauf in Bad Kleinkirchheim/ Österreich

(mko) Patienten mit Asthma oder COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease = chronisch obstruktive Lungenkrankheit)  können ihren Behandlungserfolg mit Lungensport unterstützen. Denn:  Diese chronischen Atemwegserkrankungen können heute zwar mit modernen Medikamenten erfolgreich behandelt werden, leider aber noch nicht geheilt. Eine medikamentöse Behandlung reicht daher nicht aus, alle Einschränkungen, die die Erkrankungen mit sich bringen, vollständig auszugleichen. Asthma, COPD und auch die Lungenfibrose führen bei körperlicher Belastung schnell zu Atemnot. Eine zunehmende körperliche Schonung und die Vermeidung von Anstrengungen sind die Folge. Hierdurch kommt es zu einer Abnahme der Muskelmasse, der Muskelkraft, der körperlichen Belastbarkeit und zur Verschlechterung der Lungenfunktion. Dies ist häufig mit Depressionen gerade bei  Jugendliche mit Asthma.Treiben sie jedoch keinen Sport, bleiben sie in ihrer körperlichen Entwicklung, häufig unwiderruflich, zurück.  Einen Ausweg bietet eine gezielte Sport- und Bewegungstherapie in Lungensportgruppen. Beim Lungensport wird unter Leitung eines speziell ausgebildeten Therapeuten auf die Bedürfnisse und auf die Leistungsfähigkeit von Lungenpatienten eingegangen. Dabei werden in den Übungsstunden Atem- und Entspannungstechniken vermittelt, Ausdauer und Kraft trainiert, Koordination, Bewegungsabläufe und die Dehnungsfähigkeit der Lunge verbessert. Die Auswahl der Übungen durch den im Bereich der Lungenkrankheiten speziell ausgebildeten Übungsleiter erfolgt dabei unter Berücksichtigung des Schweregrades der Erkrankung jedes einzelnen Teilnehmers.

Ein Verzeichnis vorhandener Lungensportgruppen finden Betroffene jetzt online auf der Internetseite der Arbeitsgemeinschaft Lungensport in Deutschland e.V. unter:

www.lungensport.org

Deutsche Atemwesliga e.V.

(mk) Unsere Stadtluft belastet mit zu hohen Ruß- und Staubpartikeln unsere Atemwege und erhöht damit das Risiko für Lungenkrebs und Herzerkrankungen – und zwar pro-portional zu dem gemessenen Schwebstoffgehalt. Das zeigt eine Studie der New Yorker School of Medicine mit über einer halben Million Amerikanern, Bewohnern aus New York, Los Angeles und Chicago. Vermutet wird, dass be-sonders die kleinen Schwebstoffe, die beim Einatmen bis in die tiefen Abschnitte der Lungen gelangen, diese nicht nur schädigen, sondern auch eine allgemeine Entzündungs-reaktion im Körper auslösen. Und dies beschleunige die Arterioskle-rose und schädigt langfristig das Herz, so die Experten. Besonders Ex-Raucher haben hier ein erhöhtes Risiko. Wichtig sei, dass die Städte ihre Grenzwerte genau einhalten, denn vielfach sind die Schweb-stoffgehalte zu hoch und sorgen so für eine schlechte Luftqualität.