Brustkrebs: großer Eingriff in der Achselhöhle oft überflüssig

(mko) Was vor Jahren noch als neues Verfahren bei Brustkrebs propagiert wurde – die „SN-Biopsie“ (Senitel Node Biopsie) -,die Brustkrebs-Patientinnen schmerzhafte Langzeitfolgen, die oft bei einem großen Eingriff in der Achselhöhle entstehen, ersparen sollte, ist inzwischen aufgrund einer Studie von Armando Giuliano vom John-Wayne-Krebsinstritu in Santa Monica/USA hinterfragt worden, mit dem Ergebnis,dass die Entfernung von Lymphknoten unter der Achselhöhle, die auch in die Brustkrebs-Behandlungsleitlinien aufgenommen wurde, nichts bringt und das Risiko einer erneuten Krebserkrankung der Frauen nicht mindert.Die Arbeitsgemeionshaft für Gynäkoloie (AGO) hat zusammen mit der Deutschen Kresbgesellschaft inzwischen dieses Verfahren in eine Empfehlung umgewandelt.
Auf die Entfernung von Lymphknoten wird heute nach Möglichkeit nur verzichtet, wenn das Risiko einer Ausbreitung von Tumorzellen sehr gering ist, so das Deutsche Krebsforschungszentrum.
Bisher suchten Onkologen den „Wächter- Lymphknoten“ in der Achselhöhle, denn hier handelt es sich um den werden in das Tumor umgebende Gewebe ein Farbstoff und ein Radionuklid injiziert. Dann wird beobachtet, durch welche Lymphbahnen diese Marker abfließen, und in welche Lymphknoten der Achselhöhle sie sich ansammeln. DieseLymphknoten werden anschließend entfernt.
Werden in der feingeweblichen Untersuchung nach der Sentinel-Biopsie keine Krebszellen gefunden, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die anderen Lymphknoten tumorfrei und es haben sich noch keine Metastasen gebildet.

Krebsforschungszentrum