Blasenkrebs: bester Schutz zweimal pro Nacht aufs „To“

(mko) Wer nachts oft raus muss, sollte statt zu meckern zufrieden sein. Denn: häufiges nächtliches Urinieren schützt vor Blasenkrebs. Wer mindestens zweimal pro Nacht das Bad aufsucht, vermindert das Blasenkrebs-Risiko beträchtlich, verglichen mit jenen, die die Toilette nachts meiden: Männer um 40 Prozent und Frauen um 50 Prozent. Bei Rauchern, die häufiger als Nichtraucher an Blasenkrebs erkranken, ist der positive Effekt häufigen Blasenkrebs sogar noch ausgeprägter. Das stellten Debra Silverman vom amerikanischen nationalen Krebsinstitut in Bethesda (Maryland) und ihre Forscherkollegen durch Befragung von 884 Blasenkrebspatienten und 996 Personen ohne Blasenkrebs fest. Die Wissenschaftler vermuten, dass ein längerer Kontakt der Blase mit krebserregenden Substanzen über Nacht das Krebsrisiko erhöht. Die Trinkmenge allein scheint jedenfalls nicht ausschlaggebend zu sein, denn häufige Toilettenbesuche während des Tages reduzieren das Blasenkrebs-Risiko nicht.