Berufstätige solten Grippe-Impfung mehr nutzen

(mko) Nur 22,5 Prozent aller Berufstätigen lassen sich gegen Grippe (Influenza) impfen, von den chronisch Erkrankten nur 32 Prozent. Es herrscht immer noch der Aberglaube vor, dass die Impfung eine Grippe auslöst. Das aber ist falsch, denn der Impfstoff enthält keine lebenden Viren. Arbeitnehmer mit viel Publikumsverkehr, z. B. Ärzte, Lehrer, Pflegepersonal oder Busfahrer, aber auch besonders ältere Menschen mit einem schwachen Immunsystem sowie chronisch Kranke haben ein hohes Risiko sich mit dem Grippe-Virus anzustecken (Tröpfcheninfektion). Für über 65-jährige gibt es daher sogar einen speziell auf sie abgestimmten Impfstoff mit Wirkungsverstärker (Adjuvanz), der das Abwehrsystem aktiviert. Die Grippe-Impfung stößt das Immunsystem an und veranlasst es, Antikörper gegen Haemagglutinin zu bilden. Sie muss jedes Jahr erneuert werden, da sich das Virus jährlich verändert. Ein Schutz beginnt frühestens nach 14 Tagen. Meist beginnt die Grippewelle ab Januar und dauert bis in den März hinein. Beste Zeit für eine Influenza-Impfung (Kostenübernahme durch Krankenkassen) ist jetzt bis zum Dezember. Die Impfung wird auch von Betriebärzten durchgeführt.