Bei Mini-Schlaganfall sofort in die Klinik

(mko) „Mini“-Schlaganfälle dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden, warnen amerika-nische Experten in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift JAMA – Journal of the American Medical Association Diese Kurzattacken – mit der Folge einer kurzen Unter-brechung der Blutzufuhr zum Ge-hirn – stellen eine wesentlich größe-re Gefahr dar, als bisher angenom-men wurde. So Dr. S. Claiborne Johnston, der Leiter der Studie. Obwohl man weiß, dass diese „Vorboten“ oft einen größeren Schlaganfall nach sich ziehen, wur-de die Gefahr der kleinen Attacken bisher unterschätzt. Daher plädiert der Wissenschaftler aufgrund seiner Studienergebnisse mit über 1.700 Patienten dafür, auch bei oder nach einem „Mini“-Schlaganfall, sofort eine Klinik aufzusuchen, um per Ultraschalluntersuchung eine schnelle Behandlung einzuleiten. Über 300.000 Amerikaner erleiden jährlich eine Ischämie, so der Fach-ausdruck für die mangelnde Blutzufuhr. Die Symptome sind häufig: Benommenheit, verschwommene Wahrnehmung, die jedoch innerhalb von 15 Minuten bis 24 Stunden wieder verschwinden und keine dauerhaften Schäden hinterlassen.
„Mini-Schlaganfälle“ dürfen jedoch keinesfalls auf die „leichte Schulter“ genommen werden.