„Aspririn“ niedrig dosiert muss nicht auf den Magen schlagen

(mko) Acetylsalicylsäure (ASS, „Aspirin“)wird häufig zum Schutz vor Herzkrankheiten und Schlaganfällen eingenommen, damit steigt aber auch das Risiko für Magenblutungen, Darmgeschwüre oder Entzündungen der Speiseröhre. Britische Forscher der Universität Glasgow berichten jetzt in der Fachzeitschrift „The Lancet“, dass die gleichzeitige Einnahme des Wirkstoffs Famotidin, den überwiegenden Teil dieser Nebenwirkungen verhindert. Famotidin ist ein gut verträglicher H2-Rezeptor-Antagonist (das sind Medikamente, die indirekt die Absonderung von Magensäure verhindern, indem sie die Wirkung des Botenstoffs Histamin reduzieren).
„Niedrig dosiertes Aspirin ist eine der meistgenutzten Arzneien weltweit”, so Studienleiter Ali S. Taha. Immer häufiger werden diese preiswerten Medikament wegen der schützenden Wirkung auf Herz, Hirn nd Gefäße Risikopatienten verschrieben, doch habe dies auch zu einer Zunahme der Komplikationen im oberen Magen-Darm-Trakt geführt, darunter Magengeschwüre und -durchbrüche, manchmal sogar Todesfälle. Taha hatte bereits 1996 gezeigt, dass Rheumapatienten, die gegen ihre Schmerzen hoch dosiertes ASS und ähnliche Substanzen einnehmen, sehr viel seltener Magengeschwüre erleiden, wenn sie zusätzlich Famotidin schlucken.