Asbest: Neues Medikament bei Brustfellkrebs

(mko) Das Einatmen von Asbestfasern ist krebserregend. Erst 1993 wurde die Verarbeitung und Herstellung von Asbest komplett verboten. Erst in den nächsten 15 Jahren wird man jedoch das komplette Ausmaß der bisher aufgetretenen Gesundheits-schäden kennen. Denn zwischen dem Kontakt und dem Auftreten gesundheitlicher Folgen einer Asbestose (eine Form der chronischen Bronchitis) sowie Lungen- und Kehlkopfkrebs oder Brustfell- und Bauchfellkrebs liegen 20 bis 40 Jahren. In der Therapie des sehr gefährlichen Brustfellkrebses ist man jetzt einen Schritt weiterge-kommen. Ein neues Medikament, das in diesen Tagen auf den Markt kommt, besitzt z. B. die Fähigkeit mehrere Enzyme zu hemmen, die bei der Vermehrung dieser Tumorzellen ein Rolle spielen, gleichzeitig wirkt es auch auf mehrere Stoff-wechselschritte ein, um so Resis-tenzen zu umgehen. Vitamin B und Folsäure reduzieren dabei Nebenwirkungen und sorgen für eine bes-sere Verträglichkeit. Asbesterkran-kungen sind anerkannte Berufskrankheiten. Bauerarbeiter, Zimmerleute, Elektriker, Werftarbeiter gehören zur Risikogruppe, da Asbest oft in Baumaterialien und Kabeln vorkommt.