Ärztinnen gehen mehr auf den Patienten ein und lassen sich insgesamt mehr Zeit

(mko) Männer sind schneller und haben weniger Zeit – zumindest in der Berufsgruppe der Ärzte. Frauen dagegen behandeln anders. Und damit das keine Binsenweisheit bleibt, haben Studierenden der Universität Witten-Herdecke eine Unternehmensberatung gegründet und das Therapieverhalten von Ärztinnen und Ärzten in einer repräsentativen Befragung von über 200 Allgemeinmedizinern, Praktikern und Internisten untersucht. Demnach nehmen sich Ärztinnen mehr Zeit als ihre männlichen Kollegen, sie sind insgesamt einfühl-samer und lassen sich mehr ein auf ihren Gesprächspartner und dessen Lebenssituation. Derzeit sind 35 Prozent aller Hausärzte weiblich. Der Anteil der Frauen in der zu-künftigen Ärzteschaft wird allerdings in den nächsten Jahren auf über 50 Prozent ansteigen.