Ab sofort: Personal von Rettungs- und Notdiensten besser geschützt vor Nadelstichen

(mko) Seit August müssen Arbeitgeber durch eine Gesetzes-Novelle ihr Personal in Rettungsdiensten, Notfallaufnahmen oder Gefängniskrankenhäusern besser vor Nadelstichverletzungen schützen. Denn: 500.000 Schnitt-, Stich- und Kratzverletzungen ereignen sich pro Jahr. Die schlimmsten Folgen sind Infektionskrankheiten wie Hepatitis B und C oder HIV. Verletzungen mit spitzen oder scharfen Gegenständen und auch der Infektionsschutz für das medizinische Personal soll so gesenkt werden. Konventionelle Instrumente werden durch „ sichere Arbeitsgeräte“ oder „Sicherheitsprodukte“ ersetzt. Die Verwendung von sicheren Arbeitsgeräten wird auch für die Fälle vorgeschrieben, in denen Körper-flüssigkeiten in Mengen übertragen werden, die für eine Infektion aus-reichen, z. B. bei einer Blutentnahme. Zur Verfügung stehen so genannte Sicherheitsverweilkanülen. Sie schützen vor der Verlet-zungsgefahr, da bei ihnen der Schutzmechanismus automatisch aktiviert wird, so dass Ärzte und Pflegekräfte selbst in hektischen Situationen geschützt sind.

Quelle: Bundesverband Medizin-technologie e.V. BVMed